Kloster Ettal

29. September 2016

Etwa 10 Kilometer nördl. von Garmisch Partenkirchen und südöstlich von Oberammergau besuchten wir am nächsten Tag unter anderem ein großartiges Gebäude: die Benediktinerabtei Kloster Ettal.

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Als Gründe, warum Kaiser Ludwig 1330 dieses Kloster gründete, werden die Sicherung des Handelsweges von Augsburg nach Verona vermutet, und natürlich um sein Seelenheil zu erhalten!

Zum Klosterareal gehören, landwirtschaftliche Betriebe, Gasthöfe, Hotel, ein Gymnasium mit Internat, Destillerie, Brauerei und ein Kunstverlag. Früher gab es neben dem Mönchs auch ein Frauenkonvent, sowie ein Ritterkonvent mit 12 Rittern .

Ein Marienbild, welches Ludwig aus Pisa mitbrachte, wurde schnell zum Ziel unzähliger Wallfahrten.

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Innerhalb von 40 Jahren wurde das Kloster im gotischen Stil auf einem ungewöhnlichen zwölfeckigen Grundriss erbaut. Allerdings war das Kloster in den ersten vier Jahrzehnten nicht wirklich bedeutend, wenn man es mit den anderen bayrischen Abteien vergleicht.
1552 wurde ihm in den Reformations Wirren große Schäden zugefügt – doch letztendlich blühte es im 17. Und 18. Jhd. dank der Wallfahrten zum Marienabbild endlich auf.
Seine Hochblüte erlebt die Abtei im Jahr 1710, als die Ritterakademie gegründet wurde, dadurch wurde ebenfalls die schulische Tradition in Ettal ins Leben gerufen.
1744 wurde die Kirche und das Kloster leider bei einem Brand weitgehend zerstört, aber danach im Hochbarock Stil wieder aufgebaut.
Als Besonderheiten der Kirchen und Klostergeschichte sei zu erwähnen, dass die Abtei 1790 den sogenannten Blutbann erhielt. Das bedeutet, die gesamte Gerichtsbarkeit bis hin zur Todesstrafe lag beim Abt und seinem Konvent. Interessant zu wissen ist es auch, dass Papst Benedikt der 15. Die Kirche 1920 in den Rang einer Basilika erhob.

Im Inneren des gewaltigen Rundbaus wirkt alles sehr hell und farbig – alles mündet in ein riesiges Kuppelfresko, welches einen Blick in den offenen Himmel darstellt.
Die berühmte Marienstatue aus weißem Marmor befindet sich im Tabernakel des Hochaltares. Die barocke Orgel, die von einem Säulenpaar gestützt wird stammt von Johann Baptist Zimmermann aus dem Jahr 1768.

Mich hat dieser Sakralbau sehr fasziniert, gerade durch die helle Ausstrahlung wirkt es alles sehr offen und groß … und wiedermal hatten wir das große Glück, mitzubekommen, wie die Akustik in der Kirche ist, denn ein Männer Gesangsduo probte für eine Hochzeit  …. es klang wundervoll und anrührend …. und berührte mich absolut im innersten meines Herzens …. tief bewegt rettete mich da nur der tolle Klosterladen in dem ich unter anderem einen handgeschnitzten Oberammergauer Engel erstand, der nun zu Hause meine Sammlung bereichert und mich an  wundervolle Tage hier in Bayern mit tollen Menschen erinnern wird.

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