Fotosessions, Menschen, Seminare, Vita

Portraitfotografie Workshop bei der Fotosafari

16. Februar 2017

Endlich, Ende Januar habe ich es mal geschafft – mein erster Portrait Fotoworkshop.

Wer mich kennt, der weis, dass ich bei Hochzeiten, Veranstaltungen oder anderen Anlässen immer wieder mal Portraits fotografieren muss. Leider liegt da nicht unbedingt mein fotografischer Schwerpunkt, so dass ich in dem Gebiet ein wenig fortbildungsbedarf sah, und so schlich ich schon lange um einen Portraitfotografie Workshop  herum. Nachdem ich bereits etliche Workshops zu anderem Themen bei anderen Anbietern wie z. B. Canon/fotogena oder „die-fotoschmiede“ um nur einige zu nennen, belegt habe, fiel meine Wahl dieses mal auf die Fotosafari. Ausschlaggebend war, das Angebot eines kombinierten Workshops über 2 Tage, welcher zu einem durchaus finanzierbaren Betrag angeboten wird.

Die erste telefonische Kontaktaufnahme zur Terminabstimmung war sehr freundlich und hilfreich, die Buchung und Einlösung eines Gutscheines funktionierte ohne Probleme.

Lediglich als 3 Tage vor dem Kurs die endgültige Kursbestätigung per E-Mail kam, war ich etwas verwirrt. Innerhalb von wenigen Minuten kamen 2 E-Mails mit unterschiedlichen Kursorten. Aber auch diese Verwirrung ließ sich durch ein nettes Telefonat sofort beseitigen. So etwas kann immer passieren. Da war es schon etwas ärgerlicher, dass das Parkhaus, welches vom Veranstalter genannt wurde leider für 6 Monate geschlossen hat; zum Glück habe ich es noch am Vorabend auf der Parkhaus Webseite gesehen, denn in Frankfurt Bornheim sind Parkplätze extrem knapp.

Der eigentliche Workshop fand in einem kleinem Hinterraum eines Fotostudios statt, welcher mit den Teilnehmern (8) sehr gut gefüllt war.

Nach der sehr freundlichen Begrüßung durch den Kursleiter Stefan Themann, der Versorgung mit Kaffe und der üblichen Vorstellungsrunde ging es dann auch sofort los. In einem kurzen Theorie Block  erhielten wir eine kurze Einführung in einige wichtige Punkte der Portraitfotografie. Dabei fiel mir schon auf, wie didaktisch gut Stefan uns dieses vermittelte. Bereits hier, wie auch am ganzen folgenden Wochenende, wurde jeder Teilnehmer von ihm bei seinem persönlichen Wissenstand abgeholt, so dass sicherlich jeder etwas für sich mitnehmen konnte.
Im Anschluß folgte der erste Praxisteil, in dem, das eben Gelernte, in Zweiergruppen versucht wurde umzusetzen. Auch hier war Stefan ständig überall zur Stelle und gab theoretische und praktische Tipps und Hilfestellung. So habe ich an diesem Tag auch zum ersten Mal gehört, dass die beiden menschlichen Augen nicht gleich groß sind, was bei der Portraitfotografie durchaus wichtig ist – seitdem laufe ich irgendwie anders durch die Welt…. ;-). Bereits während dieser Zeit gesellte sich Justine, unser Modell für dieses Wochenende zu uns. Wie ich finde ein sehr guter Schachzug, denn so konnte bereits das erste Eis schmelzen und man kannte sich schon ein wenig.

Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen folgte dann der eigentliche „Praxisteil“ des Tages. Es ging mit samt dem Modell bei schönstem Wetter (auch wenn Justine bei der Kälte bestimmt gefroren hat) in den Japanischen Garten. Dort arbeiteten wir wieder in den Gruppen des Vormittages zusammen. Jede Gruppe suchte sich ein Plätzchen aus, wo sie gerne Justine ablichten wollte. In dieser Zeit stand ihnen das Modell „exklusiv“ zur Verfügung, sie durften Anweisungen geben und standen in der ersten Reihe. Die anderen Teilnehmer durften „mit fotografieren“. Dabei zeigte sich schon, dass es sicher nicht ideal ist, diesen Workshop mit nur einem Modell durchzuführen. Denn entweder nimmt man als Kursteilnehmer lange Wartezeiten in kauf, oder man drängelt sich mit den anderen um das Modell, wobei die Qualität der Fotos dann allerdings alles andere als gut ist.

Portrait FFM 01 2017 01 28 15 31 49 001 1 620x930 Portraitfotografie Workshop bei der Fotosafari

Portrait FFM 01 2017 01 28 15 49 06 001 1 620x414 Portraitfotografie Workshop bei der Fotosafari

Aber irgendwann war es soweit und wir konnten mit Justine arbeiten. Wir hatten uns dabei für den Eingang einer kleinen Höhle entschieden 

Wieder zurück im Studio hat jeder Teilnehmer sein „Bild des Tages“ gewählt  und mit einer Bildbesprechung endete der 1. Workshop Tag.

Der Sonntag begann wieder mit einer sehr interessanten und kurzweiligen Theorieeinführung gefolgt von einer erneuten zweier Gruppenaufgabe im Hinterhof. Da uns heute das Fotostudio zur Verfügung stand entschloss sich der Kurs, nicht zuletzt wegen dem Wetter, heute das Studio Equipment zu nutzen.

Auch heute hatte sich Justine als Modell bereit erklärt. Und noch eine Überraschung hat Stefan für uns heute – es ist heute eine Visagistin mit am Set. Wie auch am Vortag arbeiteten wir nur in kleinsten Gruppen mit Justine. Für den Rest der Kursteilnehmer wären lange Wartezeiten entstanden. Diese verstand aber Stefan spontan zu verkürzen, in dem er zwei weitere Sets aufbaute, an denen die jeweils anderen Gruppen Übungsaufgaben erledigen konnten. Das eigene „Set“ zu gestalten und das Studiolicht richtig einzusetzen erwies sich doch am Anfang schwerer als gedacht. Aber auch hier halfen die unzähligen Tipps von Stefan.

Wie ich schon am Vortag festgestellt habe, liegt mein persönlicher Geschmack doch eher bei den „low key Portraits“, so dass auch am Sonntag überwiegend low key Aufnahmen entstanden.

Portrait FFM 01 2017 01 29 16 55 14 001 620x930 Portraitfotografie Workshop bei der Fotosafari

Fazit:

Den Portraitfotografie Kombi der Fotosafari kann ich unter Leitung von Stefan Themann uneingeschränkt empfehlen. Warum beschränke ich mich auf seine Kursleitung? Ich denke er macht durch sein Engagement und seine Kreativität wieder viel gut, wo der Kurs als solches seine Schwächen aufweist. Da wäre an erster Stelle das Manko der sonst langen Wartezeiten, da der Kurs leider nur mit einem Modell arbeitet. Auch seine didaktischen Fähigkeiten und sein Wille sein „Perfektionsanspruch“ an die Teilnehmer weiter zu geben tun dem Kurs ebenso gut, wie die von ihm bereitgestellten Modell. Es hat Spaß gemacht mit Justin zusammen zu fotografieren.
Die Schulungsräume wären sicher auch nicht als ideal zu bezeichnen, aber dank seines Einsatzes spielten dies Mankos nur eine Nebenrolle.

Was habe ich für mich mitgenommen?

  • Neben einem schönen Wochenende mit netten Menschen habe ich sowohl theoretisch als auch praktisch im Bereich Portraitfotografie viel dazu gelernt. Für meine Ansprüche an den  ersten Workshops sind, denke ich, ganz akzeptable Bilder entstanden.
  • Ich habe den Bereich der low key Portraits für mich entdeckt
  • Auf Grund der Anregungen von Stefan ist meine „alte Liebe“ zur Schwarzweiß Fotografie wieder neu entflammt.
  • Ich habe viele neue Ideen, die ich die nächste Zeit umsetzen möchte.

Für mich war es bestimmt nicht der letzte Kurs bei der Fotosafarie und nicht der letzte mit Stefan Themann. Nochmals vielen Dank an ihn und an Justine, auch für die Zustimmung zur Veröffentlichung der Bilder.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

*

%d Bloggern gefällt das: