Tag 4: 66 Grad 33′ 44″ N: Polarkreis nach Stamsund

11. Januar 2014

Die Nacht war kurz und ruhig, als uns um 6:00 der Wecker aus dem Schlaf holt und wir uns bereit machen den Polarkreis zu überqueren.

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Das Schiff hat eine Dreiviertelstunde Verspätung und während wir um 7:48:40 Uhr den Polarkreis mit Schiffsnebelhorn überqueren wird die Weldkugel auf der kleinen Scheere Viking von den Suchscheinwerfern der Midnatsol angestrahlt. Es ist es extrem windig und -8°C kalt, trotzdem stoßen wir mit einem Glas Sekt an, welches wir uns gestern bereits bestellt haben, an. Nun sind wir in der Arktis. Ein komischer Augenblick mit Gänsehaut an diesem magischen Punkt.

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Nach dem Frühstück wird es langsam hell und die Landschaft welche wir nun zu Gesicht bekommen ist noch gewaltiger als die letzten Tage. Schneebedeckte Bergketten, mini Dörfer in einem Licht aus hellblau, lila und rosa. Im Zusammenhang mit dieser Reise habe ich schon viel über das arktische Licht gelesen, aber was sich heute draußen abspielt, übertrifft alles (Anmerkung: Es war erst der Anfang, die nächsten Tage waren noch extremer.)

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Um 10:30 Uhr bekommen wir Besuch an Board – Neptun mit seinen Gehilfen – der uns mit einer Polarkreistaufe in seinem Reich willkommen heißt. Erst eine Kelle Eiswürfel in den Kragen und danach einen Schnaps. Der Schnaps hätte es bei den Temperaturen auch getan….

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Über Øernes, malerisch in einer kleinen Bucht gelegen, geht es zu der Stadt der Seeadler, Bodø. Mit den Seeadlern ist es so eine Sache…. es ist eigentlich nicht die Jahreszeit sie zu beobachten, und so habe ich immer gerade das Weitwinkel auf der Kamera, wenn wir welche sehen…..

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Wir besichtigen einen schönen Hafen, sehen ein paar dieser Vögel, aber ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten.

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Um 15:00 Uhr geht’s über den Vestfjord zu den Lofoten.  Bei starkem Wind laufen wir Stamsund an. Ich beneide den Kapitän nicht um seinen Job und halte ein paar mal den Atem auf dem Aussichtsdeck an. Nach einem super Abendessen, geht es bei fantastischem Mondlicht entlang der Lofotenwand, dem Leichgebiet des Kabeljaus, welcher gerade in dieser Jahreszeit um sein Leben bangen muss. Die Landschaft und das Licht was herrscht ist weder zu beschreiben, noch zu fotografieren. Es ist spektakulär. Sternenklarer Himmel (so einen Sternenhimmel gibt’s bei uns nicht zu sehen), dazu Mondlicht, schneebedeckte Berge und schwarze Felsen. Da es ideales Nordlichtwetter ist, stehen natürlich überall die Fotoapparate auf den Stativen bereit. Trotz eisiger, Kälte und steifem Wind hält es kaum einen unter Deck. Durch den Raftsund geht es weiter Richtung Trollfjord, welchen das Schiff leider im Winter nicht anfahren darf, aber mal wieder für uns mit den Scheinwerfern beleuchtet.

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Dafür gibt’s einen Trollfjord Punsch. Eine Art uns bekanntem Punsch mit einem ordentlichen Schuß Bacardi, und frischen Fischfrikadellen dazu.

Trotz müdigkeit warten wir bis ca. 1:00 auf die Nordlichter, leider vergebens…. sollen wir kein Glück auf dieser Fahrt haben, wenn sie schon bei diesen idealen Bedingungen nicht zu sehen sind?

AberFotoapparat und Klamotten sind die Nacht über griffbereit. Man weis ja nie.

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