Auf Tuchfühlung mit Greifvögeln und Eulen

25. Oktober 2018

Anlässlich seines 50. Geburtstages bekam Stefan einen Erlebnistag bei Falkner Berthold Geis in Villmar geschenkt. Und so machten wir uns bei schönem Herbstwetter auf in Richtung Limburg.

Schon Tage vorher ging uns so einiges durch den Kopf, ist die Falknerei artgerecht, tun einem die Vögel leid, traue ich mich diese Tiere anzufassen und mich auf sie einzulassen, wie schwer ist ein Uhu, die Schnäbel sind Furcht einflößend, wie bekomme ich gute Fotos hin?!

All diese Bedenken wurden uns durch die unkomplizierte Art von Berthold genommen, der uns im Wintergarten der eigenen Wohnung neben 5 anderen Personen empfängt. Durch die Fensterfront sieht man, das der Garten einem „Vogelpark“ ähnelt, überall Volieren, Stangen, Badestellen, Käfige, Sitzklötze, Hütten etc. Man kann Eulen erblicken, Falken und so manch anderen Vogel von dem wir in diesem Moment noch nicht wissen, wer sie sind. Zumindest ich werde etwas nervös, bin jetzt schon fasziniert von diesen Naturschönheiten mit denen ich hoffentlich bald in Kontakt trete. Doch leider müssen wir uns noch etwas gedulden.

Zuerst steht die Theorie an, viel wissenswertes erfahren wir zuerst von Herrn Geis persönlich. Durch seinen Vater und dessen Brieftaubenzucht wurde das Interesse an Greifvögeln geweckt. Nachdem das eigene Haus gebaut war, war der Traum von eigenen Greifvögeln zum greifen nahe – aber zuerst musste er wie alle anderen Falkner auch die staatliche Jägerprüfung ablegen ( der Greifvogel zählt hier als Waffe) und hiernach folgte die staatliche Falkner Prüfung (das ist ab 16 Jahren möglich). Berthold wurde Mitglied im Orden deutscher Falkoniere, und ist dort heute 1. Vorsitzender im Landesverband Hessen.

Seit 2005 betreibt er die Falknerei hauptberuflich, züchtet Wüstenbussarde, Turmfalken, Schleiereulen und Frettchen. Die Falknerei ist staatlich anerkannte Pflege und Aufzuchtstation für verletzte, kranke und junge Eulen und Greifvögel.( jährlich ca. 60-70 Pflegetiere). Mit den Wüstenbussarden und Frettchen betreibt Herr Geis Beizjagd auf Kaninchen.

Die Angebote der Falknerei sind breit gefächert:

Es werden Flugvorführungen für Schulen, Jagdvereine, Naturschutzverbände, Mittelalter Veranstaltungen, Firmen, Vereine und Privatpersonen angeboten. Berthold ist nicht ortsgebunden und reist mit seiner mobilen Falknerei quer durchs Land. Ebenso kann man Erlebnistage buchen, entweder mit Greifvögeln und Eulen oder bei einer Beizjagd, also mit Frettchen und Greifvögeln Jagd auf Kaninchen machen.

Viele Vögel, die wir aus Film und Werbeaufnahmen kennen stammen aus der Falknerei Geis, denn für Event und Fotoshootings ist er ebenso für Firmen als auch für Privatpersonen buchbar. Bei Taubenproblemen bietet Berthold eine intelligente Lösung in Form eines sogenannten „Fangschlages“ (Dauerhafter Wegfang der Tauben vor Ort). Über all diese Angebote findet man reichlich Informationen auf seiner Homepage www.falknergeis.de

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Doch was bedeutet eigentlich der Begriff „Falkner/Beizjäger“?

Falkner betreiben Jagd mit Greifvögel auf Federwild(z. B. Elster, Krähen, Enten, Fasan, Rebhuhn usw.) und kleines Haarwild wie z. B. Kaninchen, Hasen, Füchse. Das Abrichten, die Haltung und die Pflege der eingesetzten Vögel gehört selbstverständlich auch zur Falknerei. Falkner nehmen übers Jahr verletzte und kranke Greifvögel auf, pflegen sie und wildern sie nach Möglichkeit wieder aus. Informationen über die Geschichte der Falknerei findet man ebenso auf der Homepage der Falknerei.

Herr Geis verkauft wie viele Falkner selbst gezüchtete Greifvögel, z.B. Turmfalken und Schleiereulen. Ebenso können bei Ihm die besonderen Federn der Vögel erworben werden. Für eine Weisskopf Adler Feder legt man da schon mal 28.- Euro auf den Tisch, eine Schleiereule ist in der Relation von 200.- Euro da schon erschwinglich. Wir hören wirklich vieles Interessantes und immer wieder Fakten, die wir so nicht kannten. Im Büro des Hauses bekommen wir dann anhand von präparierten Greifvögeln die Unterschiede zwischen Adlern, Habichten, Bussarden, Falken und Eulen erklärt.

 

Auch hier sehen wir bereits durchs Fenster die Eulen und Kauze auf ihren Sitzplätzen auf uns warten …. oder war es eher umgekehrt ? Ich kann es wirklich kaum erwarten…… Und dann geht es los , Vögel kuscheln ist angesagt, naja …. große Klappe haben ist einfach, man fragt sich tatsächlich eher „wer ist angespannter und hat mehr Respekt vor dem anderen“. Stolz thronen die zauberhaften Vögel auf ihren Sitzen, völlig entspannt harren sie den Dingen die nun folgen… 

Wir bekommen von Berthold erklärt wen wir nun alle abwechselnd auf den von uns anzuziehenden Falkner Handschuh gesetzt bekommen – jeder darf jeden Vogel einmal nehmen und natürlich Fotos machen. Zuerst ist man ehrlich gesagt etwas verhalten, zögerlich, schließlich möchte man ja nichts falsch machen, ständig beobachtet man die Krallen und Schnäbel der Tiere – hält am Anfang noch etwas Sicherheitsabstand, weicht etwas zurück….. aber nach ein paar Minuten vergeht die Skepsis schnell, die Tiere sind vollkommen entspannt, sitzen seelenruhig auf fremden Fäusten und lassen sich bestaunen und sogar leicht streicheln. Es ist ein tolles Gefühl, diese zauberhaften Wesen einmal selbst halten zu dürfen. Mir geht fortwährend durch den Kopf, während ich die Vögel genauestens betrachte, wie perfekt die Natur doch ist.

 

Zuerst ist der Turmfalke dran: 

Der Turmfalke kommt in Deutschland noch recht häufig vor. Bekannt und erkennbar ist er durch seinen „Rüttelflug“(wie wenn er in der Luft steht),der Vogel ist vom Körperbau etwas kleiner als eine Taube(männliche Vögel bis 200g und weibliche bis 270g). Falken bauen keinen eigenen Horst, brüten in verlassenen Nestern( z.B. von Krähen und Elstern), Höhlen oder Nischen an Gebäuden. Turmfalken werden 12-16 Jahre alt, haben eine Flügelspannweite von etwa 75 cm und brüten im Gelege 4-6 Eier.

Es folgte der entzückende Steinkauz, eine waschechtes Fotomodel und soooooo putzig.

Der Steinkauz ist eine kleine kurzschwänzige Eulenart. Eigentlich ist er ein Bewohner der Baumsteppe mit niedriger Vegetation. In Deutschland ist er in Baumhöhlen, Scheunen, Kapellen oder Weinkeller aus Stein zu finden. Der Vogel jagd bevorzugt am Boden. Hat er sich ein Revier ausgesucht, besetzt er es in der Regel mehrere Jahre wenn nicht sogar lebenslang. Der Steinkauz erreicht eine Körpergröße von 21/23 cm, eine Spannweite zwischen 53-58 cm., und ein Gewicht von 160-250 g. Besonders schön finde ich die gelben Augen. Steinkäuze bewegen sich auch oft am Boden fort, sie sind in der Lage, so schnell zu rennen, um eine Feldmaus einzuholen.

Ruhende Käuze plustern ihr Gefieder leicht auf und ziehen den flachen Kopf ein, so dass sie kugelförmig wirken. Genau so haben wir es auch erlebt, und ich fragte mich so während ich diese süße Federkugel auf meiner Faust habe, ob es eventuell auffallen würde wenn ich ihn in meine Hosentasche stecke.

Es folgt eine kleine Plüschkugel – in Form eines Waldkauzes… mein Gott wie drollig, putzig, niedlich und süß … so aufgeplustert kann man das kleine Etwas mit beiden Händen umfassen, wenn man mit ihr gesprochen hat, hätte man meinen können, sie hört zu und schließt immer wieder mal ihre Augen, total entspannt schaut sie einem mit großen Knopfaugen an. Waldkauze sind eine mittelgroße Eulen Art, sie benötigen ein Gelände mit viel Baumbestand als Lebensraum. Sie brüten in Höhlen oder Felsspalten. Ihre Beute besteht überwiegend aus Mäusen, sollen nicht ausreichend vorhanden sein, bedienen sie sich auch mal an Vögeln. Der Waldkauz hat einen typischen Gesichtsschleier, der immer dunkel umrahmt ist, und mit zwei weißen Strichen an den Augen abschließt. Die Eulen Art wird etwa 40-42 cm. Groß, 330-630g schwer und hat eine Flügelspannweite von etwa 96 cm.

Am liebsten hätte ich diesen kleinen fluffigen Kerl gar nicht mehr von meiner Hand gelassen.

 

Als nächstes darf sich eine Schleiereule auf unserem Handschuh breit machen.

Diese Eule erkennt man eindeutig an ihrem herzförmigen Gesicht und dem “Schleier“ um die Augen. Das weibliche Tier ist etwas größer als das männliche, sonst sind die Tiere sich sehr ähnlich. Im Durchschnitt werden diese Vögel 33-35cm. groß, wiegen etwa 350-450g und haben eine Flügelspannweite von 70-85cm. Wie alle Eulen, bauen sie kein eigenes Nest sondern legen ihre Eier auf den Boden oder in gescharrte Mulden. Die Schleiereule jagd in der Dämmerung und Nachts kleinere Säugetiere, ihr Flug ist dabei nahezu geräuschlos.

 

Zum Abschluss bekommen wir dann die geballte Packung Uhu auf die Faust….

Satte 3,5kg sitzen dann auf meiner Hand, völlig relaxed. Wunder wunderschön, ein einmaliges Gefühl….man kann wirklich nur staunen über soviel Schönheit. Und wie alle anderen Vögel auch hat der Uhu ein sehr weiches Gefieder. Er dreht öfters mal den Kopf ( das kann er um 270Grad) , aber ansonsten lässt er alles über sich ergehen und ist wenig beeindruckt von uns. Ein etwas mulmiges Gefühl überkommt einem allerdings schon wenn man sich die Füße mit den säbelartigen Krallen und den riesigen Schnabel ansieht …. immer nur freundlich lächeln und liebe Worte ins Uhu Ohr flüstern denke ich mir …..

Der Uhu ist der größte unter den Eulen und hat einen massigen Körper. Er hat wunderschöne orangegelbe Augen. Da der Uhu ein Standvogel ist, bevorzugt er eine strukturierte Landschaft zum jagen. Er brüten überwiegend in den Alpen und den Mittelgebirgen, dort in Felswänden, Steilhängen oder alten Greifvogelhorsten. Die großen Vögel haben eine Flügelspannweite von durchschnittlich 157-168 cm.

Aufgrund der Körperfülle glaubt man es kaum, aber ein Uhu ist fähig beim jagen, Tauben, Krähen und Raben im Flug einzuholen. Der Uhu ist aber auch am Boden ein guter geschickter Jäger, denn er ist mit seinen großen Schritten fähig eine flüchtende Maus laufend einzuholen… gerne verspeisst er aber auch Würmer und Schnecken oder Krebse und kleine Fische an Küstenzonen. Zu seiner Beute gehören überwiegend Igel, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Enten, Tauben und Raben. Beutetiere vom Drittel des eigenen Körpergewichtes können Uhus im Flug tragen.

Uhus haben eine Lebenserwartung von ca. 27 Jahren, da sie fast keine Angreifer haben.

 

Nachdem nun jeder einmal die tollen Vögel auf der Faust hatte, gehen wir weiter zum Frettchen Gehege. Quirlige putzige Kerlchen…. wenn man allerdings die Krallen und Zähne sieht wird einem ganz anders. Berthold füttert die Tiere mit kleinen Küken und schon geht der Kampf untereinander los. Sie verbeißen sich regelrecht vor lauter Futterneid.

Falkner setzen Frettchen bei der Beizjagd ein. Sie werden am Eingang der Kaninchenhöhle eingesetzt. Die Kaninchen springen wenn sie die Gefahr erkennen, die das Glöckchen, welches die Frettchen um den Hals tragen, birgt aus dem Bau. Draußen wartet der Falkner dann mit den Greifvögeln, die sich ihre Beute sofort holen. Für ein Frettchen, welches von Herrn Geis gezüchtet wird, bezahlt man 50.- Euro.

Anschließend führt uns der Falkner nun weiter in seinem Garten herum, in unterschiedlichen Volieren sehen wir die Wüstenbussarde, mit denen wir nachher in den Wald gehen. 

In anderen Gehegen bestaunen wir Schneeeulen , Falken, Habichte usw., der Star im Garten ist allerdings unangefochten der junge Weißkopf Seeadler, der erst mit der Zeit sein typisches weißen Kopfgefieder bekommen wird. Wir hören die Geschichte des Vorgänger Adlers, zu dem Berthold eine sehr enge Beziehung gehabt hat, und eines Tages türmen gegangen ist.

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Der junge Adler befindet sich noch in der Ausbildung, muss noch Vertrauen aufbauen, wirkt noch sehr nervös, aufgeregt und ist ziemlich aufgebracht über unsere Nähe. In gewissen Sicherheitsabstand können wir zusehen, wie Berthold ihn auf der Faust landen lässt und dafür belohnt wird, das Futter wird gut mit den Flügeln abgeschirmt und stark verteidigt. Der Vogel strahlt eine wahnsinnige Kraft und Anmut aus trotz dass er etwas „aggressiv“ wirkt. Der Adler ist der größte Greifvogel Mitteleuropas, und zählt zu der Familie der Habichte, insgesamt gibt es 10 Arten, die alle geschützt sind.

Aufgrund ihrer außerordentlichen Sehschärfe, können Adler selbst aus großer Höhe ihre Beute erkennen und jagen, hierzu gehören überwiegend bodenlebende Wirbeltiere. In seinen Horst legt der Vogel 2-3 Eier. Bis zur Geschlechtsreife von 5 Jahren, ändert sich das Gefieder und der Schnabel ständig. Wenn der Kopf heller wird, der Schwanz weißer wird und der Schnabel gelb gefärbt ist, bedeutet es, dass der Vogel ausgewachsen ist. Dann ist der Vogel etwa 70-95 cm groß, kann bis zu 7 Kilo wiegen und hat eine beachtliche Flügelspannweite von 2,50 Meter.

 

Zur Mittagszeit, stand nun die Fütterung der Menschen an, Bertholds Frau hat uns eine sehr leckere Brotzeit im Wintergarten aufgetischt – wieder direkt mit Ausblick auf die Vögel im Garten. Besonders nett war es nun, beobachten zu können, dass sich der junge Seeadler beruhigt hat und nun ausgelassen ein Bad nahm, wie ein kleines Kind tobte er im Wasser rum. Berthold erzählte uns kurz was uns nun als nächstes erwartet und das sah so aus :

 

Nach wenigen Kilometern Fahrt kommen wir in einem wunderschönen Herbstwald auf einer Anhöhe an, und jeder von uns bekommt seinen eigenen Falkner Handschuh ausgehändigt. Berthold holt aus einem Verschlag im Auto die zwei Wüstenbussarde Harri und Sally raus. Welch wundervolle Tiere!

Er erzählt uns, dass der Bussard – auch Harris Hawk genannt, ein sehr angenehmes Wesen hat und durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Der Falkner setzt ihn hauptsächlich für die Jagd auf Kaninchen ein. Aber ebenso ist  der Vogel geeignet, Jagd auf Hasen, Krähen und Fasane zu machen. Für einen bei Berthold gezüchteten Bussard bezahlt man 450-750.- Euro.

Tatsächlich sind die Vögel die Ruhe selbst, fliegen sofort in die Bäume und sind für uns so sehr schwer zu sichten. Durch die Glöckchen an ihren Füßen, hören wir allerdings ständig von welcher Richtung aus die Tiere uns beobachten.

Wir lernen, dass die Vögel nur weiterfliegen, wenn auch wir uns bewegen, ansonsten ruhen sie in den Bäumen. Berthold hat eine Tasche mit toten Küken Teilen umhängen, die nun zum Einsatz kommen. Die Bussarde reagieren auf zurufen oder wenn die Hand mit dem Falkner Handschuh gehoben wird. Ein tolles Schauspiel wie die Vögel sich regelrecht vom Baum stürzen, dann ganz flach, fast lautlos über den Boden gleiten um dann aufzusteigen und ganz flucks das ihnen angeboten Fressen schnappen. Danach verweilt er kurz auf der Hand um dann wieder aufwärts in Baumkronen, kaum sichtbar im Blätterwerk zu sitzen.

Das alles geht so schnell, dass man kaum Chancen hat, dies zu fotografieren.

 

Der Falkner führt uns ebenso vor, dass er Harri auf einem Baumstumpf absitzen lassen kann, und was passiert, wenn er den Vogel nicht belohnt. Als der Vogel nämlich bemerkt, dass er nicht wie gewohnt ein Stück Hühnchen bekommt fängt er jämmerlich an zu meckern, richtig laut fordert er seine Belohnung ein. Das geht so weit, dass der Bussard, als er merkt Berthold beachtet ihn einfach nicht, neben ihm herläuft und weiter schreit ….. so sieht also „ bei Fuß laufen“ mit einem Bussard aus! J

Eine gute Stunde laufen wir so durch den schönen Wald, zwischendurch erfahren wir viel über die Tiere, die Jagd und das Falkner Leben. Dazwischen werden die Bussarde von uns immer wieder gerufen und belohnt wenn sie auf unserer Faust landen. Wir verstehen natürlich, dass dies nur so lange funktioniert, solange die Tiere noch Hunger haben, und so war der Magen der Vögel nach einer guten Stunde gefüllt. Ein wirklich toller Spaziergang.

Fast am Ausgangsparkplatz angekommen holt Berthold eine Kaninchen Beute Attrappe heraus, um zu zeigen, wie es etwa bei einer Jagd aussehen würde. Die Bussarde greifen das über den Boden gezogene Tier an, indem sie es mit den Fängen festhalten und dann mit den Flügeln abdecken – dies nennt der Falkner „Manteln“.

 

Zum Abschluss holt Berthold zu unserer Überraschung noch einen Falken aus dem Auto, dieser trägt zuerst eine typische Falkenhaube, um seine Nervosität zu zügeln, die er durch zu viele Außenreize aufbauen würde.

 

Nun ist Foto Zeit , wir posieren abwechselnd mit den Bussarden und dem Falken…. diese Gelegenheit bekommt man ja nicht alle Tage.

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Wir fahren nun wieder in die Falknerei zurück um unsere „Hilfsfalkner“ Urkunden entgegen zu nehmen, diese mussten wir uns verdienen, indem wir zwei Seiten Fragen beantworten mussten, quasie als Test für Berthold, ob wir auch schön zugehört haben, was er uns alles erzählt hat. Natürlich haben alle diese Urkunde bekommen. Aber es gibt noch mehr Geschenke, eine tolle CD über die Falknerei, die Berthold mit Freunden gedreht hat, bekommen wir ebenso wie eine besondere Feder und jede Menge Infomaterial.

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Auf der Heimfahrt sind wir überwältigt und uns einig, dies war ein ganz bezaubernder Tag und wir können dieses Erlebnis nur jedem empfehlen, der einmal mit Greifvögeln auf Tuchfühlung gehen möchte.

 

Eine Frage blieb allerdings unbeantwortet – ob ein Steinkauz in eine Hosentasche passt?

 

 

1 Comment

  • Reply Torsten 26. Oktober 2018 at 08:15

    Eine schöne Gelegenheit, diese – teilweise auch bei uns heimischen – Vögel aus der Nähe zu erleben!

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