Ausflugstipp – Deutsche Nordseeküste – Amrum

24. Juli 2016

Auch der heutige Ausflug an die Nordsee führt uns auf eine Insel, dieses mal nach Amrum.

Um es vorweg zu nehmen – anders als auf Pellworm, habe ich mich in diese Insel sofort verliebt.

Nach 1,5 Stunden Fahrzeit erreichen wir Dagebüll, den Fährhafen für die Föhr/Amrum Fähren. Auch hier lassen wir unser Auto wieder hinter dem Deich stehen und begeben uns zu Fuß auf die Fähre. Nach gut 2,5 Stunden Fahrt und einem Zwischenstopp auf Föhr (keine Angst, man muss die Fähre hier nicht verlassen) erreichen wir Wittdün auf Amrum.  Um etwas mobil auf der Insel zu sein, hatten wir die Vorstellung uns ein Elektroauto zu mieten – diese Idee hatten viele andere vor uns aber auch (also als Tip: vorher unbedingt vorbestellen) – kurzerhand mieteten wir uns dann E-Bikes, welche sich als absolut klasse Alternative herausgestellt haben.

Amrum ist mit ihrer Größe von knapp 21 qkm die zehnt größte deutsche Insel. Sie weist eine Länge von 10 km bei nur einer Breite von 2,5 km auf. Es leben etwa 2200 Insulaner auf dieser wunderschönen Nordfriesischen Insel, die im Osten an das Wattenmeer grenzt. Es gibt nur 5 Ortschaften auf Amrum: Norddorf, Nebel, Süddorf, Steenodde und Wittün – jedes für sich sehenswert und schön. Durch große Schutzgebiete findet man in den Inseldünen brütende Möwen und Enten – das ist einzigartig an der Westküste.
Die höchste Düne auf Amrum ist tatsächlich 32 Meter hoch und liegt bei Norddorf.  Ebenfalls einer der breitesten Sandstränden von Nordeuropa findet man hier auf der Insel, den sogenannten Kniepsand bei Wittdün.
Waren früher der Wahlfang und die Strandpiraterie die Haupteinahmequellen der Insulaner, so sind es heute der Tourismus, der Fischfang, die Landwirtschaft, die Seefahrt und die Salzsiederei. Leider wanderten bereits 1864 viele Insulaner nach Amerika aus. Heute leben dort mehr Amrumstämmige als auf der Insel selbst.

So klein die Insel auch sein mag (mit dem E-Bike locker abzufahren), so besticht ihre prächtige Natur, die Strände und das Meer. Aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten, vor allem den Leuchtturm  in Nebel, das Wahrzeichen der Insel gibt es zu erwähnen. Er ist inklusiv Düne etwa 66 Meter hoch und somit einer der höchsten an der deutschen Nordseeküste. Seit 1875 kann man ihn erklimmen – und der Ausblick ist atemberaubend, hier hätte ich stundenlang verweilen können, wenn der Wind nicht so heftig gewesen wäre und der Leuchtturmwärter nicht um 12:30 schließen würde.
In Nebel betrachten wir uns noch die alte Windmühle aus dem Jahr 1771 – bis 1963 war sie in Betrieb und es wurde hier gemahlen, seitdem ist die Mühle als Heimatmuseum umfunktioniert.

An diesem Tag lassen wir uns allerdings einfach von unseren E-Bikes treiben und fahren durch schöne Kiefernwälder, durch kleine Heidelandschaften und durch schnucklige kleine Dörfer – entdecken immer  wieder ein paar Holzstege, die durch die Dünen zum Strand führen.
Wenige Meter östlich der Inselstraße führt ein hübscher, windgeschützter Radweg über die Insel, so dass man mit den Fahrrädern nicht die Hauptstraße benutzen muss. Vorallem gut mit kleinen Kindern
[Stefan]

Ich fühle mich hier sau wohl, alles strahlt eine Ruhe und Gelassenheit aus – die Insel hat mein ganzes Herz.
Zum Ende des Tages, bevor uns die Fähre wieder nach Dagebüll zurück bringt, bummeln wir noch etwas durch Wittdün, wo der Tourismus schon deutlicher zu spüren ist, aber bei einem großen Eis im netten Cafe lässt sich das aushalten.

Amrum ist für nur einen Tag zu schade – definitiv! Auf der schönen Fährheimfahrt träume ich schon davon, hier einmal Urlaub zu machen – Prospekte habe ich jedenfalls schon einmal mitgenommen.
Amrum – kleine Insel – großer Strand – mein ganzes Herz!!!

 

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