Ausflugstipp – Rendsburger Hochbrücke

21. Juli 2016

Ein paar Kilometer von Kiel entfernt wäre noch die Rendsburger Hochbrücke zu erwähnen.

Ein aus architektonischer Sicht sehr interessantes Bauwerk, welches 1911 – 13 erbaut wurde. Die Brücke überspannt den Nord-Ostsee-Kanal und dient dem Eisenbahnverkehr. Das Besondere hier ist, dass an der Brücke eine Schwebefähre hängt. Somit können Fußgänger und Autofahrer hier den Kanal ebenfalls überqueren. Aus diesem Grund stellt die Brücke mit ihrer Fähre ein einzigartiges Technikdenkmal dar, ist 2486 Meter lang und 68 Meter hoch, und war über 99 Jahre die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands.

Wir haben eine solche Schwebefährenfahrt als Fußgänger gemacht und es war durchaus beeindruckend und einmal was völlig anderes. Nach der „tollkühnen Fahrt“ haben wir es uns direkt unterhalb der Brücke, auf der nördlichen Seite, in einem Restaurant, gemütlich gemacht. Denn dort erwartet einem bei wunderebarem Blick auf den NOK die Schiffsbergrüßungsanlage, welche täglich sämtliche Schiffe begrüßt (per Lautsprecherdurchsage), die unter der Hochbrücke durchfahren. Die jeweilige Nationalflagge wird gehisst, die Nationalhymne gespielt und man bekommt sämtliche Infos zu dem passierenden Schiff. Das ganze ist sehr kurzweilig und bei wunderbar leckerem Kaffee und Kuchen lässt sich hier gut einige Zeit verbringen.
Wer mag, kann nach Anmeldung auch die Aussichtsplattform auf der Eisenbahnhochbrück besichtigen (von uns nicht getestet, soll sich aber lohnen. Führungen finden von Mai bis September jeden Sonntag um 14:00 und 15:30 Uhr statt. (Informationen unter Tourist-Info NOK, Telefon 04331 21120, Treffpunkt ist die Südseite an der Schwebefähre)
[Stefan]

Am 08. Januar diesen Jahres ist es zu einem tragischen Unfall gekommen, wobei die Schwebefähre von einem Frachter gerammt wurde.

 

Dabei wurden über 50% der Stahlteile der Fähre und der Brückenaufhängung zerstört. Eigentlich ein wirtschaftlicher Totalschaden, aber dennoch soll die Fähre wohl wieder repariert werden. Ein erneuter Einsatz dieses Jahr ist allerdings eher unwahrscheinlich.
[Stefan]

 

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