AUSFLUGSTIPP – Seehund Aufzucht Station Friedrichskoog

27. Juli 2016

Ein Erlebnis der besonderen Art war für mich der Besuch in der Seehund Aufzucht Station in Friedrichskoog auf der „Nordseeseite“, etwa 100 Minuten Fahrt von Eckernförde entfernt.

Seit 1985 besteht diese Station, hier werden Seehunde und Kegelrobben tierschutzgerecht aufgezogen. Die Mitarbeiter leisten Informations- und Umweltbildungsarbeit, sowie anwendungsorientierte Forschungen zum Artenschutz.
Die Station Friedrichskoog ist die einzige autorisierte Stelle an der Schleswig – Holsteinischen Nordseeküste, die Heuletr(Bezeichnung für ein bis zu 5 Wochen altes Seehundbaby, das dauerhaft seine Mutter verloren hat) aufziehen darf.
Die Aufzucht und Rehabilitation der verlassenen oder erkrankten Robben ist der wesentliche Bestandteil der Arbeit im Sommer. Die Tiere werden an der gesamten Küste von Schleswig – Holstein geborgen. Insgesamt werden diesen Jungtieren dann 7 Heuler und 5 Quarantänebecken zur Verfügung gestellt.
Der Besuch hier in der Station ist sehr vielfältig und die kleinen und großen Kerlchen sind stets lustig anzusehen, selbst wenn man ab und an etwas nass wird, wenn etwas zu lebhaft getobt wird. Als Besucher bekommt man durch die ständig auf der Station lebenden Tiere wunderbare Eindrücke vom Leben der Robben und Seehunde, welche man auch durch große Unterwasserscheiben beobachten kann.
Als ein Highlight empfand ich die kommentierte Fütterung. Da es zu diesem Zeitpunkt sehr voll war, empfehle ich einige Zeit vorher an den Plätzen zu sein. Kleine Kinder können sich vorne an den Zaun stellen, aber nicht erschrecken – es wird feucht. Wenn man Glück hat, erwischt man einen Tag, an dem trainiert wird – dies dann ebenso mit Erläuterungen und Informationen zum Verhalten der Tiere.


Im großen Areal findet man ein Infozentrum, welches sich den Seehunden widmet, ebenso eine spezielle Ausstellung „Robben der Welt“, gerade Kinder können hier auf spielerische Art mehr über die Biologie und Gefährdung der Tiere, sowie über die Schutzmaßnahmen der Meeressäuger erfahren – sehr empfehlenswert.
Insgesamt findet man in Friedichskoog ein 800 qm großes Beckensystem, indem sich z. B. im Juli 2016, 230 junge Seehunde befanden.
Der gesamte Aufzuchtsbereich ist leider (aber für die Tiere selbstverständlich) für Besucher nicht  zugänglich – über eine Videokamera kann man sich aber ein paar Eindrücke verschaffen.
Alles in allem ist ein Besuch der Station ein Erlebnis für jung und alt, in seine  Facetten sehr informativ und abwechslungsreich, von unserer Seite her sehr zu empfehlen.
Etwas schwierig gestaltet sch allerdings das Fotografieren, denn die lustigen Kerlchen sind immer rasch wieder im Wasser verschwunden wenn sie neugierig rauslugten.
Ob die Seehundstation einen Tagesausflug darstellt, lässt sich schwer sagen, kommt es doch auf die eigenen Interessen an, die Ausdauer der Kitds, etc.
Eventuell lässt es sich mit dem Multimar Wattforum in Tönning kombinieren (was ich aber für fast zu viel Input halte) – aber an der Nordsee gibt es 100te schöne Stellen und Orte zu sehen, zum Sprung in die Wellen lädt allemal das nahe Meer ein (es sei denn es ist Winter). Besonders reizvoll fand ich Büsum, St. Peter Ording, Husum –  dies allerdings beschreiben wir nicht näher.

 

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