Ausflugstipps sowie Sehenswertes in und nördlich von Eckernförde

20. Juli 2016

Bei unseren Ausflugstipps ist für jeden etwas dabei, für klein und groß, für Land- und Wasserratten, etwas in Eckernförde, in der Nähe oder auch etwas weiter entfernt, für Kulturfreunde oder Banausen. Ein kleiner Querschnitt im folgenden von uns für sehenswert empfunden.

Meerwasser Wellenbad

Die Schönwetter Alternative ist in Eckernförde direkt an der Promenade (Preußerstr. 1) zu finden, dass Meerwasser Wellenbad

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Es gibt kleinere (25m) Becken mit tollem Blick auf die Ostsee. Hier kommt keine Langeweile auf und man kann einen Regentag problemlos überbrücken. Es lockt eine 75m Rutsche, ein Wasserpilz, alle 30 Minuten rauschen die Wellen von warmem Ostseewasser – heißer ist es im Whirlpool. Entspannen kann man auf gemütlichen Ruheliegen mit Blick auf die Ostsee, oder in der 870 qm großen Sauna Landschaft, an der ein Dampfbad, eine Salzgrotte und eine Schneekabine angeschlossen ist. Besondere Highlights sind die regelmäßig stattfindenden Saunanächte, Kinovorführungen im Wasser, Kinderdisco oder Nacht der Lichter. Ein Bistro ist vorhanden, wurde von uns aber noch nicht getestet.

 

Schleidörfer

Wenn man etwas nördlich von Eckernförde fährt, kommt man an wunderschöne Schleidörfer: Missunde, Sieseby, Arnis bzw. Lindaunis die zum kleinen Spaziergang, zum Teil am Wasser einladen. Kleine Cafes oder Restaurants, oft in Reetdach Häusern, laden zur Einkehr ein. Besonders Sehenswert sind die kleinen Schleifähren in Arnis, bzw. Missunde und die Klappbrücke in Lindaunis, bei der man sich die Brückenfahrbahn mit der Eisenbahn teilt.

Auch die kleinste Stadt Deutschlands ist sehenswert. in Arnis wohnen etwa 300 Menschen auf 0,45 qkm  direkt an der Schlei. Internetseite von Arnis Noch heute lebt der Ort von Fischern und Werften. Wenn man hier durch flaniert entdeckt man wunderschöne, alte Häuser mit Friesentüren. Früher gab es hier die große Eberhard Werft, heute viele Touristen, die das Kleinod zu schätzen wissen. Wie überall in der Umgebung wurden hier auch Teile der Fernsehserie „Der Landarzt“ gedreht. Den Fußweg entlang des Schleiufers sollte man unbedingt gehen. Die Mischung aus Gärten, Werften und Segelbooten ist sehr schön.
Am kleinen Fähranleger kann man einkehren und das rege Treiben beobachten. Auch etliche kleine Cafes laden mit selbst gebackenem ein- und nicht zu vergessen, die Fischbuden.
Egal ob man mit dem Auto von Norden über die Bundesstraße oder von Süden mit der Fähre kommt, sollte man den „Großparkplatz“ am nördlichen Stadtrand benutzen. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis in die Stadt.
[Stefan] 

 

Wikingermuseum Haitabu

Fährt man von Eckernförde auf der B76 Richtung Schleswig, kommt man nach Busdorf. Dort wurde 1985 das Wikingermuseum Haitabu eröffnet.
Jeder der sich für den „geschichtlichen Abschnitt“ der Wikinger interessiert, mehr über alte Kulturen, deren Alttag und Leben erfahren möchte, wird sich hier sehr wohl fühlen. Dass das Wikingermuseum zum Landesmuseum Schloss Gottorf gehört, sollte keinen abschrecken.
Im historischen Freigelände laden mehrere Wikingerhäuser ein, das damalige Leben mit allen Sinnen nachzuempfinden.
Im Museumsbereich werden anhand vieler archäologischer Fundstücke die Lebensverhältnisse der früheren Stadt Haitabu sichtbar. Spektakulärstes Ausstellungsstücks ist ein altes Langboot der Wikinger, welches bei Ausgrabungen hier im Hafen gefunden worden ist.
Da der Veranstaltungskalender das ganze Jahr über gefüllt ist, hat man große Chancen bei Vorführungen von altem Handwerk, Workshops und Märkten, in das Leben der Wikinger einzutauchen. Bei Führungen taucht man noch weiter ein und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Nicht ohne Grund gehört Haitabu zu den bedeutensten  archäologischen Museen Deutschlands. Beispiele aus dem Veranstaltungskalender sind Handwerksführungen, Frühjahrsmark, „Alltagsleben erleben“, nordische Märchen, „von Korn zum Brot“, „mit Pfeil und Bogen“, filzen, Perlen gießen und vieles mehr.
Ich muss zugeben, dass ich absolut kein Geschichtsfan bin – aber dieses Museum hat mich sehr fasziniert und die Zeitreise hat perfekt geklappt. Ab dem Grundschulalter würde ich Haitabu ebenso für Kinder empfehlen.

Wie schon erwähnt, gehört Haitabu zum Landesmuseum, welches nur wenige Autominuten entfernt in Schleswig zu finden ist. Dort ist einer der wichtigsten archäologischen Funde Nordeuropas zu finden. Die 1952 bei Eckernförde gefunden Moorleichen, welche aus dem 1. Jahrhundert stammen, können dort besichtigt werden.
[Stefan]

 

Kappeln

Kleiner Stadtbummel gefällig? Dann geht es auf der B203 von Eckernförde in nordöstlicher Richtung nach Kappeln an die Schei. Die Stadt hat etwa 10.000 Einwohner und ist in Teilen auch als „Dekelsen“ aus der TV – Serie „Der Landarzt“ bekannt.
Wenn man von Süden über die Klappbrücke fährt (es sei denn sie ist gerade hochgeklappt) kann man einen Blick auf den sogenannten „Ellenberger Heringszaun“ aus dem 15. Jahrhundert werfen, welcher mittlerweile einmalig in Europa und wahrscheinlich auf der Welt ist. Ebenso fällt gleich die größte Hollandmühle Schleswig-Holsteins ins Auge, „Amanda“ heißt dieses Wahrzeichen Kappelns. Mit Glück kann man dort eine der vielen Trauungen miterleben. Nachdem man die St. Nikolai Kirche besichtigt hat, lädt eine kleine Fußgängerzone zum bummeln ein – hier, nicht verpassen, sich ein dänisches Softeis zu gönnen – sehr lecker und empfehlenswert – liegt Dänemark doch nur rund 30 km entfernt. Anschließend lockt der Museumshafen mit etwa 30 alten Schiffen, von wo auch ein paar herrliche Bootstouren (z. B. nach Schleimünde) möglich sind. Wer auf den Spuren des „Landarztes“ wandeln möchte, muss etwas ausholen. Etwa 40 km Rund um Kappeln sind diverse Drehorte zu finden. Die bekannte Praxis ist z. B. der Lindauhof in Lindau (ein schönes Prospekt bekommt man an der Touristeninfo).
Wenn man schon in Kappeln ist, sollte man unbedingt einen Abstecher in  das wunderschöne, kleine Fischerörtchen Maasholm machen.

Maasholm

Dieses Fischerörtchen liegt auf einer kleiner Halbinsel in der Schlei, direkt an deren Öffnung zur Ostsee. Dieser Ort hat seinen beschaulichen Charakter bis heute bewahrt – einfach mal durchstöbern und sich am Fischerei oder Yachthafen den Wind um die Nase wehen lassen. Den kleinen Imbiss am Hafen können wir nur empfehlen. Etwas außerhalb bietet das Naturerlebniszentrum spannende Angebote zum Thema Schlei und Ostsee.
Ebenso ist der Strandabschnitt in Hasselberg sehr empfehlenswert und erprobt (Drachen nicht vergessen). Am Rande ein kleiner Tipp für Fischliebhaber; beim zurückfahren von Maasholm unbedingt in Hasselberg bei der Fischräucherei der Firma Dröse halten. Der Schornstein mit der Aufschrift „Aale“ ist nicht zu übersehen (ich wünsche schon mal „Guten Appetit“)

Flensburg

Nur geht es der Nase nach immer weiter gen Norden nach Flensburg (Fahrtzeit von Eckernförde ca. 45 Minuten). Nach Kiel und Lübeck ist es die drittgrößte Stadt in Schleswig Holstein. Oft wird Flensburg in einem Atemzug mit „Stadt des Rums“, „.. des Bieres“, „… des Handballs“ oder der “ Punkte“ genannt.
Durch die wenige Kilometer weit entfernte Dänische Grenze herrscht hier bereits überall skandinavischer Flair. Ich finde die Stadt sehr vielfältig. Zum einen wäre da der wunderschöne historische Hafen mit Segel-, Motor- und Dampfschiffen, zum anderen das Schifffahrtsmuseum und die lebendige Museumswerft. Von hier kann man auch zu einer der zahlreichen angebotenen Schiffstouren aufbrechen.
Die alten Kaufmannshöfe sind die Schmuckstücke der Stadt. Die Kaufleute bauten sie früher als Wohnhaus, Kontor oder Lagergebäude. In der heutigen Fußgängerzone, dem Holm, kann man sie in Hinterhöfen entdecken – inklusive kleiner Geschäfte und Cafes. Im Tourismusamt gibt es einen Altstadtplan mit den eingezeichneten Höfen.
Kaum vorstellbar ist es heute, dass es früher hier 200 Rumhäuser gab, denn im 18. Jahrhundert war Flensburg einer der bedeutendsten Häfen für die dänische Westindien Flotte. Diese brachten von ihren Reisen den Rohrum mit, welcher hier veredelt und verschnitten wurde. Leider gibt es heute nur noch zwei dieser Häuser, Johannsen und Braasch. Es werden auch spezielle Rum Stadtführungen angeboten – skål.
Und wenn wir schon beim trinken sind, darf natürlich „plopp“ nicht fehlen – und wir können sie wirklich nur empfehlen – die Besichtigung der Flensburger Brauerei (Anmeldung erforderlich). Wenn man denkt, man weiß schon alles über Bier, wird man dort in der Traditionsbrauerei seit 1888 des besseren belehrt. Eine absolut informative, lehrreiche und lustige Besichtigungstour, die mit Bierverkostung inklusive kleinen Häppchen endet – hicks.
Für Leute, die wie wir, nicht an Kirchen vorbei gehen können, sei die St. Marienkirche am Nordmarkt (ehemaliges Handelszentrum) und die St. Nicolai Kirche am Südmarkt (ehemaliges Wirtschaftszentrum) empfohlen. Direkt an den Südmarkt grenzt die „Rote Gasse“ – das Schmuckkästchen Flensburgs. Hier sind alle Handwerkerhäuschen liebevoll saniert und es lohnt sich in die malerischen Höfe hinein zu schnuppern und die besondere Atmosphäre zu genießen. Das letzte erhaltene Stadttor Flensburg ist das Nordtor. Dieser Renaissancebau schützt die Stadt seit 1595 und ist in der Norderstraße 151 ein beliebtes Fotomotiv.
Als spezieller Tipp mit Kindern ,sei noch das Science Center „Phänomenta“ erwähnt, in der man die Welt der Naturwissenschaften und der Technik erforschen kann, in dem Besucher jeden Alters den Phänomenen auf die Spur kommen. Absolut empfehlenswert.
Nachdem die Männer bei den Flensburger Flüssigkeiten zum Zuge kamen, der Wissensdurst der Kids in der Phänomenta gestillt wurde, ist nun shoppen angesagt – ich liebe das maritime Flair, welches in allen Ecken zu spüren ist – und laaanger Spaß ist garantiert, denn die Fußgängerzone wird auch „längste Shopping Meile Schleswig – Holsteins“ genannt…… mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, oder Ladys?
Ach, und wer es zum Abschluss noch kurios mag – holt sich beim Pförtner des Kraftfahrt – Bundesamtes noch seinen aktuellen Punktestand ab…. hihi.
In der Umgebung von Flensburg habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit, auf jeden Fall noch im Zeitalter der analogen Fotografie, das Glücksburger Wasserschloss besucht. Es zählt zu den bedeutendsten Rennaisonsschlössern Nordeuropas und diente zeitweise als Regierungssitz der Dänischen Krone. Es liegt in einer wunderschönen Parkanlage mit Barockgarten, Rosarium und Orangerie. Da keine Bilder mehr vorhanden sind bitte auf Schloss Glücksburg inspirieren lassen.

Eigentlich wären wir nun bei unserer Reise nordwärts von Eckernförde ,an der Dänischen Grenze angekommen, aber über die Ausflugstipps in unserem Nachbarland, genau wie die südlichen Ausflüge, oder die Nordseeküste berichten wir ein anderes mal. Aber nun drehen wir uns einmal – Scotti beamt uns nach Eckernförde zurück.

 

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