Der Einstieg in die Aquaristik

1. August 2016

Seit einiger Zeit befasse ich mich gedanklich damit, ob sich in unserem Wohnzimmer nicht ein Aquarium gut machen würde…

Ich muss dazu sagen, dass ich von der Materie bis dahin absolut keine Ahnung hatte und mich als absoluten Laien bezeichnen würde. In unserem Fundus befindet sich das alte 50 Liter Becken unseres Sohnes… sollte ich es damit mal versuchen?
So habe ich mich, Internet sei Dank, etwas schlau gelesen und bin immer wieder darauf gestoßen, dass man als Anfänger am besten mit einem Becken um die 100 Liter anfangen sollte. Es hätte eine gute Größe, damit das Wasser nicht kippt und die Fische eine Chance zum überleben hätten…
Da aber lesen nicht alles ist, beschloss ich mich spontan mal in einem „Fachgeschäft“ beraten zu lassen. Dabei viel meine erste Wahl auf den „Kölle Zoo“ in Weiterstadt. Beraten und fragen kostet ja nix…
Unter diesem Motto ging es den nächsten Tag in Geschäft, wo wir von einem sehr netten und kompetenten Fachmann beraten worden sind. Ziel meiner Fragen war, was ich zum Starten bräuchte, ohne zu viel Geld in Sand zu setzen, falls es nicht klappt oder es mir doch keinen Spaß macht – ok, wer mich kennt, kann sich denken, dass es nicht bei der Beratung blieb, und so verließen wir nach über 3 Stunden den Laden voll bepackt, und ich war mal wieder froh, über unseren einigermaßen großen Kofferraum.

Aquarium einkauf
Und so fand dort neben gefühlten 10 Kg Prospekten folgendes Platz:

  • Ein EHEIM Aquarium Starterkit  bestehend aus
    • Aquarium mit ca. 126l, 80cm x 35cm  x 40cm
    • Eheim 2402020 Innenfilter aquaball 130
    • Heizstab
    •  2 T8 Beleuchtungsröhren
    • Thermometer
  • 5l Nährboden für die Wasserpflanzen
  • 20 kg Kieselsteine als Grund
  • 1 Deko Wurzel
  • 1 Deko Stein
  • 10 Wasserpflanzen
  • 50 ml Amtra Filterbakterien clean procult
  • 30 ml Amtra Pro Nature Natur-Wasseraufbereiter
  • Rückwandfolie
  • Klammern für Wasserpflanzen
  • Zeitschaltuhr

Zuhause angekommen ging es dann auch gleich an die Arbeit – Aquarium auspacken, Rückwandfolie festkleben (wir haben uns für eine schlichte schwarze entschlossen) und erst mal das Innenleben vorwässern.

Aquarium aufbau

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lehres Aquarium

Nun folgte als unterste Schicht der Nährboden für die Wasserpflanzen. Den Kies, welcher darüber kam, haben wir Portionsweise 4 mal in einer großen Wanne, bzw. unter fließendem Wasser gespült, damit er möglichst sauber und staubfrei seinen neuen Patz fand – was für eine Arbeit , knapp 20 kg Kies mehrfach zu waschen.
Als nächstes folgten die Deko Elemente, welche mit original Ostseesteinen ergänzt wurden (die Wurzel musste später massiv beschwert werden, da sie zu Anfang immer wieder an die Wasseroberfläche trieb.

Aquarium mit Deko

Jetzt musste es schnell gehen, da wir nun die Wasserpflanzen einsetzen mussten. Deren Wurzeln kamen so gut es ging in den Nährboden und sie wurden mit Klammern im Kies verankert, damit sie später, bis sie angewachsen sind, nicht an die Wasseroberfläche treiben (was leider trotzdem ab und an geschah).

Aquarium mit Pflanzen

Aber jetzt fing die Arbeit erst richtig an – das Wasser musste möglichst schnell in Becken. Wie ich gelesen hatte, war es dabei wichtig, den Grund möglicht wenig aufzuwühlen. Also stellten wir eine kleine Schale in Aquarium, in die wir das Wasser gossen – erst ganz vorsichtig mit einer kleinen Gießkanne, später mit einem kleinen Eimer, die Wassertemperatur von möglicht 25 Grad immer im Auge – schon mal 120 Liter Wasser geschöpft?!
Nachdem das Becken ungefähr zu 2/3 gefüllt war, ging es an die Technik und so fanden Thermometer, Heizstab und das Herz des Aquariums, die Filterpumpe, ihren Platz. Bei unserer Pumpe haben wir die Möglichkeit entweder Luft ins Wasser zu blasen, oder mittels Diffusor das Wasser „auf zu wühlen“, damit es sich mit Sauerstoff anreichert. Gefühlsmäßig haben wir uns erst mal für den Diffusor entschieden. Nachdem alles lief, wurde das Becken fertig gefüllt und Filterbakterien, sowie 6 ml des Natur-Wasseraufbereiters in das Wasser gegeben und die Zeitschaltuhr für das Licht auf 12 Stunden gestellt (so wie auch dies Sonnenscheindauer in den Tropen ist).

Aquarium nach befüllen

Erwartungsgemäß war das Wasser sehr sehr trüb. Es soll nach 5-7 Tagen angeblich klar sein und es sollten sich genug Bakterien entwickelt haben, dass die ersten Fische einziehen könnten. Uns wurde beim Kauf geraten, 14 Tage zu warten und eine Wasserprobe mitzubringen, welche dann analysiert wird, um zu entscheiden, ob das Aquarium fertig „eingefahren“ und bereit für den Einzug der Fische ist.

So sah das Wasser im Becken nach 24 Stunden aus.

Aquarium nach 24h

So sah das Wasser im Becken nach 48 Stunden aus.

Aquarium nach 48h

So sah das Wasser nach 72 Stunden aus

aquarium nach 72h

So sah das Wasser nach 4 Tagen aus (nachdem wir einige Pflanzen umgesetzt haben, bzw. neu dazu gepflanzt haben, wirkt es wieder etwas trüber.

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So sah das Wasser nach 5 Tagen aus

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6. Tag:

Heute schon der erste Umbau. Irgendwie finde ich die Filterpumpe extrem hässlich und mehr als störend, auch wenn sie eine gute Strömung erzeugt und man sie eigentlich nicht hört. Daher habe ich mich heute zu einem Außenfilter entschlossen, dem Eheim eXperience 250.
Filter250Die Installation des Filters war, dank hervorragender Beratung denkbar einfach.

  1.  Schläuche im Aquarium anschließen.
  2. Schläuche am Filter anbringen (der Schlachadapter ist abnehmbar und hat ein Ventil.
  3. Mitgelieferte Filter (grobes Fließ, Kiesel, feines Fließ) spülen bzw. reinigen.
  4. Die Filterkörbe mit Starterbakterien (manch einer mag mich dafür steinigen) „impfen“.
  5. Filterkörbe einsetzen, Filter schließen und Schlauchadapter einrasten.
  6. Kurz am „Wasserabfluss in Aquarium“ ansaugen, bis das Wasser in den Filter fließt.
  7. Filter einschalten

Der „alte“ Filter wird die nächste Woche noch parallel laufen, damit sich die Bakterien gut übertragen.

Aquarium Tag 5
 

 

1 Comment

  • Reply Matthias 13. August 2016 at 07:34

    Hej Stefan
    Sieht gut aus ! An welche Fische habt Ihr gedacht ? Kleiner Tip : wenn Ihr Barsche haben möchtet, sucht welche die nicht buddeln. Schmetterlingsbuntbarsche wären sonst schön, eine kleine Art mit hübschen Farben.
    Gruß
    Matthi

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