Erstes Ziel: Mont St. Odile / Der Odilienberg

7. April 2020

„Grenzenlose Wälder – zauberhafter Panorama Rundblick“, versprach uns der Reiseführer über einen der meist besuchten Orte des Elsasses. Und wir sollten trotz Nieselregens und Dunst nicht enttäuscht werden.

Ab Obernai folgten wir der Beschilderung auf den kostenlosen Parkplatz vor das Kloster. Wir befanden uns 763 Meter über der Rheinebene am Ostrand der Vogesen. Der Wallfahrtsort wird hier sehr gerne als Spirituelles Zentrum des Elsasses beschrieben und zumindest für mich war dies hier in jeder Ecke zu spüren. Was nicht nur an den Menschen lag, die an einigen Ecken in Yoga Positionen meditierten. Rund um die Klosteranlage lag eine wahrhaftige Ruhe und Andächtigkeit.

Der Ort ist der heiligen Odilia, Schutzpatronin des Elsasses gewidmet. In dieser Hohenburg, die Ihr, Ihr Vater zur Verfügung gestellt hatte, gründete Sie um das Jahr 700 ein Frauenkloster. Läuft man vom Parkplatz Richtung Klosteranlage ist eine ca. 10 km lange, 4,5 Meter hohe und 1,80 Meter dicke Heidenmauer, eines der bedeutenden frühgeschichtlichen Denkmäler Europas zu bewundern. Ihr Alter gibt noch viele Rätsel auf, wird aber auf Ende des 7., beginnendes 8. Jhd. Nach Christus geschätzt. Einer der Besonderheiten ist, dass diese Mauer mit Schwalbenschwanz förmigen Holzzapfen zusammengehalten wird. Diese wurden mehrfach von den Römern und Franken restauriert.

Ihre Blütezeit hatte der Odilienberg um das 12. Jhd., wurde danach nach mehreren Plünderungen und Bränden im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Seit 1853 ist er in Besitz der Bischhofsmänner zu Straßburg.

Betritt man den Innenhof des Klosters, versteht man sofort, warum dieser Ort als einer der heiligsten, mystischen Kraftplätze Europas zählt. Alles ist sehr liebevoll zurecht gemacht, eine überlebensgroße Sandsteinstatue Odilies ist zu bestaunen und der Blick in die Rheinebene ist atemberaubend schön.

In der Odilienkapelle ist das Grab der Schutzpatronin zu finden.

Im hinteren Außenbereich findet man die sehr beeindruckende Kreuz und Engelskapelle mit zauberhaften Mosaikarbeiten die einem wirklich den Mund offen stehen lassen so beeindruckend sind sie. Diese Kapellen sind noch aus dem 11/12 Jhd. Was einem noch mehr in Staunen versetzt, wie die Menschen solch etwas Schönes damals schon herstellen konnten.

Im Inneren der Klosteranlage sind zwei Restaurants untergebracht, ein Shop, mehrere Rückzugsräume und ein Hotel mit Seminarräumen für kirchliche Zwecke.

Uns hat dieser Ort wirklich verzaubert und wir können es nur empfehlen, dass wenn man hier in der Nähe ist, diese Klosteranlage auf sich wirken zu lassen und unbedingt zu besuchen.

Auf der Weiterfahrt zu unserer Unterkunft haben wir dann noch das kleine bekannte Städtchen Ribeauville besucht.

Weiter mit: RIBEAUVILLE

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