Schiffshebeanlage „Plan Incline de Saint Louis“

7. April 2020

Da unsere Heimreise ja nicht allzu lange dauern würde, entschlossen wir uns noch kurzerhand, ein besonderes technisches Bauwerk zu besichtigen. Die Schiffshebeanlage „Plan Incline de Saint Louis  in Arzviller, liegt etwa 55 km von Straßburg entfernt.

Dieser Fahrstuhl für Schiffe liegt mitten in den Vogesen am Rhein Marne Kanal. Diese technische Sehenswürdigkeit ist tatsächlich einmalig in Europa, es ersetzt seit 1969, 17 Schleusen, für die man vorher mit einem Lastenkahn einen vollen Tag zur Bewältigung brauchte. Heute wird dieser Höhenunterschied von 44,55 Metern in 4 Minuten bewältigt.

Doch wie funktioniert das?

Ein Trog, der mit Wasser gefüllt ist (41x5m.), nimmt die Schiffe auf und wird auf einer schiefen Ebene auf Rollen hoch bzw. runter gezogen. Bewegt wird der Trog durch zwei Gegengewichte, die im Gleichgewicht sind, sowie zwei Elektromotoren. Die Schiffe, die sich im Trog befinden, verdrängen immer genau so viel Wasser, wie sie selbst wiegen – dadurch besteht immer Gleichgewicht. Somit arbeitet das System fast ohne zusätzlichen Stromverbrauch.

Der Eintritt von 4 Euro ist wirklich erschwinglich, und beinhaltet auch den Besuch des Maschinenraumes sowie einem Hausboot, welches zu einem kleinen Museum umgebaut wurde. Der Parkbereich an der Zufahrtsstraße ist kostenlos. Am Eingang hat man, von April bis Oktober, die Möglichkeit, sich je nach Geschmack für eine der vielen Rundfahrtmöglichkeiten zu entscheiden, oder mit einer kleinen Bimmelbahn übers Gelände zu tuckern. Leider hatten wir an unserem Besuchstag Pech, da zwei große angemeldete Gruppen Vorrang hatten und wir so nicht in den Genuss einer „Aufzugsfahrt im Trog“ kamen. Allerdings konnten wir alles genau von einer Plattform aus gut beobachten.

Mit diesem kurzen Abstecher, runter von der Weinstraße ging unser Kurzurlaub zu Ende. Wir hatten schöne Tage mit durchwachsenem Wetter in einer herrlichen Weingegend, inmitten grandioser Natur.

Der Wein war wie schon öfters erwähnt, nicht wirklich unser Geschmack. Und auch wenn man es vorher schon wusste, dass Frankreich ein teures Plätzchen ist, empfanden wir die Preise oft als wirklich unverschämt. Da ich gerne beim Essen, die regionalen Spezialitäten probiere, kann ich hier nur sagen … tjanun, man muss nicht alles mögen.

Die typischen Touristen Örtchen sind zwar ganz nett, aber völlig überbewertet. Schaut man abseits der üblichen Routen, kann man die ein oder andere Perle entdecken.

Unser Tipp am Ende, sammelt vorher auf jeden Fall Kleingeld, denn man braucht es wirklich überall für die Parkautomaten!

Alles in allem, würden wir das Befahren der Elsässischen Weinroute auf jeden Fall empfehlen.

Salut und au revoir

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