Schwanheimer Sanddüne

13. Februar 2021

Den 10. Jahrestag der Liebe feiern, ist ja schon Glück, aber Anfang Februar solch ein Bilderbuchwetter dazu genießen zu dürfen ist Glück pur.
Durch Corona nach wie vor ausgebremst, was Kurzurlaube etc. angeht, hatten wir uns schon länger vorgenommen, einen kleinen Ausflug zur Schwanheimer Sanddüne bei Frankfurt zu machen.
Nun sollte es in die Tat umgesetzt werden.

Offiziell gibt es dort keinen Parkplatz oder ähnliches – allerdings viele Felder, an denen man am Rand parken kann.
Ins Navi gaben wir „Höchster Weg 70,  60529 Frankfurt“ ein, dort fuhren wir bis zum Schild „Angelverein Höchst“ und parkten dort wie erwähnt am Feldrand.
Diesem Schild folgten wir etwa 700 Meter geradeaus eben bis zum Areal dieses Angelvereins (auch hier parkten ein paar Autos, was aber eigentlich den Anglern vorbehalten ist). Am Ende dieses Weges bogen wir links ab und sahen dann schon rechter Hand den Beginn des Bohlenweges, der direkt durch das Naturschutzgebiet führt.

Die Sonne strahlte vom Himmel, die Vögel zwitscherten um die Wette und wir konnten richtig schön durchatmen und die Seele baumeln lassen. Die Fotoapparate klickten sofort los, denn wenn wir eines seit der Corona Pandemie vermissen, ist es das Fotografieren, der Kontakt zu den lieben Kunden und vor allem zu den Hochzeitspaaren.
Denn wenn auch das Fotografieren zu den Handwerksberufen gehört, und wir so nach wie vor tätig sein dürfen (natürlich mit Abstand und Hygieneauflagen), werden fast alle Events, Studioaufnahmen und natürlich Hochzeiten verschoben.

Aber zurück zu unserem Ausflug.
Bei der Schwanheimer Sanddüne handelt es sich um eine ca. 60 Hektar große Binnendüne im Westen von Frankfurt.
Entstanden ist diese nach der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren. Durch Sandverwehungen aus dem Main, nachdem es eine längere Niedrigwasser Periode gab.
Seit 1984 ist die Düne Naturschutzgebiet und seit 2003 Fauna und Flora Habitat. Durch den ökologisch wertvollen Lebensraum führt ein Bohlenweg, der nicht verlassen werden darf, um Tiere und Pflanzen nicht zu gefährden. Hunde müssen angeleint werden, vom Fahrrad ist abzusteigen

Am Wegesrand findet man bizarr gewachsene Kiefern und dass in Europa sehr seltene Silbergras.

Info Schilder informieren über Besonderheiten, auch was Tiere, besondere Reptilien, Vögel und Pflanzen betrifft.

Der größte See im Naturschutzgebiet ist die „Schmittsche Grube“, die durch Sandabbau nach dem 2. Weltkrieg entstand. Diese ist allerdings abgesperrt, da sie ein wichtiges Rückzugsgebiet für gefährdete Vögel und Amphibienarten ist.

Für Kinder ist das gesamte Gebiet der Schwanheimer Düne einfach toll, da keinerlei Autos fahren und es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Man kann hier in einer halben Stunde einfach durchschlendern aber durchaus, wenn man Natur und Detail verliebt ist, oder wie wir fotografiert auch 2 Stunden hier verbringen.

Faszinierend fand ich die vielen Moose und Flechten, die ganz typisch für Dünen sind, da deren Böden kaum bewachsen sind.

Am Rande des Naturschutzgebietes findet man auf dem Rundweg Streuobstwiesen mit etlichen Bänken, die zum Verweilen einladen. Wir sind uns sicher, dass es hier zu jeder Jahreszeit sehr reizvoll und anders ist und werden sicher mal wieder hierher kommen – und eventuell ja auch mal ein Brautpaar Shooting hier machen. 

Da die Sonne bis zum Ende unseres kleinen Ausfluges immer noch strahlte, genossen wir die Auszeit auf einer der vielen Bänke und lauschten der Stille, die in dieser doch anstrengenden Zeit so gut tat.

Hoffen wir alle einfach auf bessere Zeiten – bleibt gesund und zuversichtlich bis wir Euch hoffentlich wieder von größeren Reisen berichten können.

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