Time for new adventures

9. April 2020

Hurtigrute zum Zweiten ….. oder „ When the wind blows“

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, und so entschieden wir uns am Ende des Jahres 2018 wieder für eine Reise mit einem Hurtigruten Schiff, und der klassischen Seereise Bergen-Kirkenes-Bergen entlang der norwegischen Küste.
Die Entscheidung sollte zwischen einer Reise nach Indien und dieser Seereise fallen, unterschiedlicher konnten die Ziele nicht sein. Letztendlich siegten die fantastischen Erinnerungen an unsere erste Hurtigruten Reise im Jahr 2014.

Das komplette Jahr 2019 war für uns sehr belastend, eine Krebsdiagnose schüttelte den Alltag für die ganze Familie durcheinander, beruflich hatten wir mit unserer Hochzeitsfotografie solch einen gigantischen Start, dass es so gut wie keine Freizeit gab. Wir waren vollkommen erschöpft – und am Ende des Jahres, kurz vor der großen Reise so dankbar, uns nicht für einen aufwühlenden stressigen Sightseeing Urlaub in Indien entschieden zu haben. Wir freuten uns wie irre auf 12 ruhige, Seelen streichelnde Tage auf dem wundervollen Schiff.
Etliche Wochen vor der Reise, beobachteten wir sehr genau das unschöne Wetter an der norwegischen Küste, ständig tobten dort heftigste Stürm, die etliche Schiffe zu längeren Liegezeiten in den Häfen zwangen – was natürlich, den kompletten Reiseverlauf durcheinander wirbelt. Dazu nicht wirklich winterliche Temperaturen und viel Niederschlag.
Mehr als abwarten konnten wir allerdings nicht.

Und dann ging es los … am 7. Januar 2020 werden wir und ein Freund und Arbeitskollege von Stefan, um 9 Uhr von einem Taxi sehr rasant an den Frankfurter Flughafen gebracht.
Die Reise in den nördlichsten Zipfel Europas beginnt. Bei der Sicherheitskontrolle, das gleiche Thema wie jedes Mal wegen den Fotoausrüstungen, Sprengstoff und Drogen Abstriche werden gemacht, ich muss sogar die Schuhe ausziehen, all das kann unsere Vorfreude aber nicht trüben.

Der erste Flug mit KLM startet für uns überpünktlich. Unsere Freunde in München sitzen seit Stunden mit einer defekten Flugzeugtür auf dem Flughafen fest.
Bereits nach 45 Minuten landen wir in Amsterdam auf dem riesigen Shiphool Flughafen.

Da wir dieses Mal nur zu einem nahe gelegenen Fluggate  müssen, erreichen wir dieses bereits nach 20 Gehminuten. Kurze Zeit später landen auch die Münchner, die Reisegruppe ist komplett und es gibt ein freudiges Wiedersehen.

Nach knapp 2 Stunden Wartezeit, geht es auf einem sehr holprigen Flug weiter nach Bergen/Norwegen.
Wir erleben einen zauberhaften Sonnenuntergang über den Wolken, und verabschieden uns dabei auch gleich von dem runden Sonnenball für die nächsten 12 Tage, denn die Polarnacht erwartet uns.

Unsere gute Laune wird am Gepäckband schnell getrübt. Hatte ich die Tage zuvor noch in meinem Hurti Schiffs Tagebuch gelesen, wie oft und wie viele Koffer einfach immer nicht in Bergen ankommen, sind die Münchner betroffen. Ein aufgegebenes Handgepäckstück ist nicht da. Formalitäten müssen nun erledigt werden, was zur Folge hat, dass wir den Transferbus nicht bekommen. Der Nächste fährt eineinhalb Stunden später – Warten ist angesagt.

Bergen empfängt uns, so wie wir es bereits kennen – wie sollte es anders sein mit: Regen.

Der Bus fährt zuerst an den Hurtigruten Terminal, da Passagiere, die ebenfalls Gepäck vermissten, noch zum heutigen Schiff müssen. Dann sind wir dran, und werden mit (fast) allen Koffern, vor dem Clarion Hotel Admiral ausgekippt.
Das Hotel gefällt uns auf Anhieb sehr gut, auch wenn die Zimmer und Lichtschalter Suche eine kleine Herausforderung darstellt.
Für uns ist es ein gemütliches Hotel, im typisch skandinavischen Style, alles sehr geschmackvoll aufeinander abgestimmt, so dass man sich sofort sehr wohl fühlt. In der Lobby gibt es viele gemütliche Ecken, die zum Verweilen einladen, und ein Areal wo es kostenlosen Kaffee, Tee und Wasser gibt.

Wir entscheiden uns, nichts großartig auszupacken und verabreden uns gleich wieder um nach einem Abendessen Ausschau zu halten. Die Münchner entscheiden sich, nicht mehr in den Regen hinaus zu gehen, und essen im Hotelrestaurant.
Wir springen ein paar Meter weiter in den Fischmarkt von Bergen, und genießen absolut frischen Fisch in toller Atmosphäre. Wir essen Hering, gebratenen Lachs, Flunder und Seewolf.

Ziemlich ko geht es zurück zum Hotel, wir werfen einen kurzen Blick auf das nächtlich beleuchtete Bryggen und landen dann triefend im Zimmer, wo sich unsere Augen bald schließen.

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