Time for new adventures

9. April 2020

Bus trifft Schiff

Um sechs Uhr klingelt der Wecker – frühes kurzes Frühstück ist angesagt, bevor wir in Harstad anlegen. Dort stehen am Kai 3 Busse bereit – je nach Heimatsprache teilen wir uns auf.
Bei uns würde sich, bei diesen Witterungsverhältnissen kein Bus, auch nur einen cm. bewegen, jeder würde in Panik verfallen. Aber hier? Alles kein Thema, der Busfahrer ist sehr sicher und souverän, und der Guide glänzt nicht nur mit Wissen sondern auch mit Humor.

Dann geht es los mit einer Fahrt im Winterwunderland quer über die Halbinsel Trondenes im Gebiet der Vesteralen. Wir haben den Ausflug „ A Taste of Vesteralen“ gebucht, von dem wir schon so viel Gutes gehört hatten. Bereits vor 6 Jahren hatten wir ihn ins Auge gefasst, aber damals war er uns ehrlich gesagt zu teuer. Da dieses Mal ja leider der Ausflug zum Nordkap ausgefallen ist, dachten wir – diesmal gönnen wir uns dieses Highlight!
Herrliche Winterlandschaften, hohe verschneite Berge, wunderhübsche idyllische Häuser, Fjorde etc. sind während der Busfahrt zu sehen – wenngleich dadurch natürlich keine Superfotos entstehen. Viele Geschichten hören wir, über das Gebiet, die Menschen und ihre Art hier zu leben.

Das erste Ziel ist Trondernes Kirk von 1250, Norwegens erste Kulturerbe Stätte aus dem Mittelalter und alter Thingplatz. Die Kirche war Norwegens bedeutendstes röm. katholisches Zentrum.
Wir erleben hier einen kleinen eigen für uns gehaltenen Gottesdienst. Es ist sehr berührend, als das Vater Unser in zig verschiedenen Sprachen, gleichzeitig gesprochen wird.

Als wir aus der Kirche kommen, erleben wir den ersten Sonnenaufgang seit Tagen. Und dies gleich in atemberaubenden Farben und in einer Traumkulisse.
Die Winterlandschaft ist so schön, der Sonnenaufgang streichelt unsere Seelen und die Luft, tut so gut, dass sich der Ausflug schon jetzt gelohnt hat.

Wir besuchen noch kurz eine kleine Hütte, einer ehemaligen Bauerhofanlage und ein schönes Museum, für das allerdings zu wenig Zeit zum anschauen besteht.

Die Busfahrt führt uns weiter durch nette Wohngebiete, in denen wir mehrere Rentiere sehen, die hier ganz selbstverständlich durch die Straßen ziehen. Wir fahren durch schöne Waldgebiete, in denen wir gerade noch ein Geweih eines Elches im Gestrüpp erblicken können.

Man kann sich an allem gar nicht satt sehen, so viele Eindrücke prasseln auf uns nieder. Wir befahren mittlerweile die Insel Hinnoya.

Unser nächster Stopp ist mitten auf einer kleinen Brücke über einen Straumen, Wandergebiet der Lachse zu ihren Laichplätzen. Auf dem Wasser sind einige Lachsfarmen zu sehen.

Wir hören Geschichten, und sehen die nördlichste Erdbeerfarm, dem Nationalkuchen und dem braunen Käse.

Die Fahrt geht immer weiter am Sigerfjord entlang. Dann erwartet uns eine kleine Fährüberfahrt. In der Cafeteria sind Plätze für uns reserviert, es gibt Kaffee, Waffeln mit Butter und braunem Käse sowie eine Art Crepes. Alles sehr lecker

Uns hält es aber nicht wirklich lange drin, zu schön ist der Ausblick draußen, und sogar das Wetter spielt einmal mit.

Wir befinden uns auf dem 68. Breitengrad, genau wie Sibirien zum Beispiel, und nirgendwo sonst, leben wegen der Kälte, Menschen auf diesem Breitengrad, das ist hier wegen dem Golfstrom möglich, der die Kälte ausgleicht.

Wir lauschen erneut spannenden Informationen bis zum nächsten Stopp, der nicht lange auf sich warten lässt.
Ein Fotostopp hoch über dem Fjord mit Blick auf schneebedeckte Berge – atemberaubend. Überall rundherum klicken die Kameras unaufhörlich.

Auf den Felsen über uns werden sogar 3 Seeadler gesichtet. Hier könnte man wirklich noch ewig verweilen, aber es geht weiter, immer mit der Frage „Schaffen wir es?“, schaffen wir es, genau zu dem Zeitpunkt auf der Sortland Brücke zu sein, wenn unser Schiff, die Trollfjord unter ihr durchfährt?

Und tatsächlich, wir schaffen es! Welch ein Getute und Gehupe, auf den Außendecks stehen viele unserer Mittreisenden und winken … welch Gänsehaut Moment. Als das Schiff kurz darauf im Hafen von Sortland anlegt werden wir Ausflügler wieder aufgenommen und sind rundum glücklich und zufrieden, Dank diesem sagenhaften erlebnisreichen Ausfluges.

Heute Abend gibt es wieder Buffet, irgendwie sind wir mittlerweile ziemlich gesättigt von allem, ein Genuss ist es aber immer wieder aufs Neue.

Um 18.30 Uhr laufen wir Svolvaer an und besuchen wie vor sechs Jahren die faszinierende Eisgalerie „Magic Ice“. Als Passagiere der Hurtigruten bekommt man hier sogar einen Rabatt und einen Willkommens Drink an der Eisbar gratis dazu. Falls man möchte kann man sich einen wärmenden Poncho und Handschuhe ausleihen.

Danach versetzen uns die kunstvoll beleuchteten Skulpturen, die Landschaften, Szenerien vom Fischeralltag und norwegische Traditionen darstellen, wieder ins Staunen. 7 internationale Künstler erschaffen hier in regelmäßigen Abständen „Kunst unter dem Gefrierpunkt“

Am Ende des Tages haben wir, wie auf der Herfahrt erneut Pech mit dem Raftsund, Schneeregen und null Sicht, aber das vom feinsten J Somit auch wieder nichts zu sehen von der Trollfjord Einfahrt. Wir gehen schmollend ins Bett.

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