Time for new adventures

9. April 2020

Ruhetag mit Schnupfen

Heute ist wiedermal früh aufstehen angesagt, und das mit dickem Schnupfen und Husten.

Um ziemlich genau 8 Uhr überqueren wir südgehend, erneut den Polarkreis. Für uns immer wieder ein besonderer Moment.

Die Zeremonie verkneifen wir uns diesmal, denn die Tradition will es so, dass alle Arktis Reisenden sich nun nach beendeter Expedition stärken müssen – und das mit einem großen Löffel Lebertran!! Nein Danke J

Man merkt es gleich am Tageslicht, dass wir den Polarkreis wieder überschritten haben. Da mir die Dunkelheit nichts ausmacht, bin ich eher etwas wehmütig, dass die besondere Stimmung vorbei ist.

Einen Vorteil hat es natürlich, man kann die tolle Landschaft wieder besser sehen, und diese zieht uns auch gleich wieder in den Bann.

Nach dem Mittagessen zieht die Bergkette „Die sieben Schwestern“ begleitet von ein paar Seeadlern, an uns vorbei. Und sie ist tatsächlich gut zu sehen – nicht wie sonst üblich halb vom Nebel verschluckt.

Den Landgang von Bronnysund verschlafe ich obwohl ich mich dort so sehr auf das bekannte Softeis gefreut habe. Bei mir geht nichts mehr, und so ziehen die Männer wiedermal alleine los.

Bronnysund ist eine gschichtsträchtige Kleinstadt, mit maritimen Flair, hier leben etwa 5000 Einwohnern. Sie liegt genau in der Mitte, der norwegischen Küstenlinie.
Die steinerne Bronnoy Kirche, stammt aus dem Jahre 1870 und ist im neugotischen Stil erbaut.

So dümpelt dieser 10. Tag auf See vor sich hin.

Nach zwei Stunden Schlaf geht es mir etwas besser, aber der Rest des Tages ist und bleibt ruhig. Langsam schleicht sich der Heimweg Blues ein.

Abends ist Captains Dinner angesagt, was ich immer ganz nett finde, es ist zwar kein Traumschiff Szenario, aber ich finde es immer wieder nett und sehe es als Wertschätzung an, wenn sich die komplette Schiffs Crew fein rausgeputzt präsentiert. Wir bekommen alle ein Glas Sekt spendiert. Unter Gesang und mit netten Worten schlängelt sich der Konvoi der Crew an allen Tischen vorbei, schütteln Hände und prostet uns zu, eine nette Rede vervollständigt alles. Die Passagiere reagieren mit tosendem Applaus, welchen die Crew auch mehr als verdient.

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