Time for new adventures

9. April 2020

PS Power an Russlands Grenze

Irgendwie haben wir sie überstanden – diese heftigste Schaukelnacht. Nur am Frühstückstisch geht noch nicht allzu viel in die Mägen.
Um 9 Uhr laufen wir bereits Kirkenes an, der nördlichste Hafen auf unserer Tour und Wendepunkt der Reise. Der Schnee ist hier tatsächlich noch etwas höher als gestern in Honningsvag. Wir sind hier nur noch etwa 10 km. von Russland entfernt, der Nordpol etwa 2000 km.Nur am Frühstückstisch geht noch nicht allzu viel in die Mägen.

Auf Werbeplakaten, Schildern und in den Geschäften, steht alles auch in Kyrillisch, denn die Russen/Norweger brauchen kein Visum um ins Nachbarland zu kommen. Somit nutzen beide Länder diesen einfachen Grenzübertritt für Einkäufe. Es ist schon irre, wenn man drüber nachdenkt, wo man gerade ist.
Mit Kleinbussen werden wir zum Camp der Barentssee Safari gebracht, wo wir, wie bereits vor 6 Jahren eine Snowmobil Safari gebucht haben.

Zuerst bekommen wir auch hier spezielle Kleidung und Helme.
Die Snowmobile stehen schon in Reih und Glied nebeneinander, und nach kurzer, technischen Einweisung, sowie vielen lustigen Sprüchen geht es auch schon los.

In recht zügigem Tempo geht es im Konvoi durch die tief verschneite Landschaft.Auf dem zugefrorenen Teil der Barentssee Fjordes kurz vor der russischen Grenze nahe der Taiga huschen wir übers Eis – Gänsehaut!
Die Temperaturen sind mit -14 Grad und -24 Grad mit Fahrtwind recht human, T -Shirt Wetter wie der norwegische Guide sagt.

Wir machen eine kurze Pause an einem kleinen Schafsgehege, trinken Kaffee, machen Fotos, füttern die Tiere, und ggf. ist ein Fahrerwechsel möglich.

Dann geht es mit etwa 50 km/h zurück zum Camp. Die Fahrdistanz war etwa 20 Kilometer. Das hört sich erst mal nicht so viel an, ist aber für den Fahrer recht anstrengend und für den Hintermann ebenso, man muss sich bei dem Tempo und den Schlenkern, welches das Snowmobil macht schon wirklich gut festhalten – naja und fotografieren und filmen möchte man ja auch irgendwie J

Durch einsetzenden Eisregen hatten wir dazu das Problem, dass die Visiere der Helme und unsere Brillen, eingefroren sind. Somit war es nicht wirklich einfach etwas zu sehen.

Wir hatten wirklich viel Spaß bei diesem Ausflug, wenn er auch etwas anders als vor 6 Jahren durchgeführt wurde. Und es bereitet einem schon jede Menge Gänsehaut, wenn man sich bewusst macht, wo man sich gerade befindet.

Nach einem kleinen Mittagessen, ist Relaxing auf Deck 8 angesagt. Wir schauen uns unsere bereits gemachten Fotos an und suchen zwei für den Fotowettbewerb raus, der vom Schiff ausgerufen wurde.
Wir hören uns einen Vortrag über die Ausflugsmöglichkeiten südgehend an und informieren uns über das morgige Programm.
Als wir ganz nebenbei aus dem Fenster schauen, entdecken wir tatsächlich kleine Eisschollen auf dem Wasser, auch die großen Panoramafenster sind total vereist. Interessanter Anblick!

In Vardo wollten wir eigentlich noch mal kurz von Bord gehen, aber wir sind ziemlich ko und müde heute, das Programm der letzten drei Tage steckt uns in den Knochen. Die 22 stündige Dämmerung fährt einem massiv runter, und die viele frische Luft tut ihr übriges. Die gleichmäßige Schaukelbewegung des Schiffes wirkt wie eine Wiege, und der Wind singt uns ein Schlaflied, so dass wir heute bereits um 21 Uhr die Augen schließen.

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