Wilde Romantik an der Ostsee – die Steilküste

21. September 2018

Unsere diesjährige (Heimat) Ostsee Auszeit nutzten wir endlich einmal, für einen Ausflug an die Steilküste um deren wilde Romantik zu erleben.

Schon so viele Male wollte ich mir gerne die „raue Seite“ der Ostsee mal vor Ort ansehen, nie hat es geklappt – bis zu diesem Sommer.

Und es hat sich gelohnt, kommt mit, an ein Stückchen Ursprünglichkeit, an ein Fleckchen zum Seele baumeln lassen und zum Durchatmen. Zum Nachahmen wärmstens empfohlen!

Es gibt einige Stellen, an denen man im Umkreis von Eckernförde eine Wanderung an der Steilküste beginnen kann. Wir entschieden uns für die Küstenregion Schwedeneck, wo der Strand eine Länge von 16 Kilometer hat, und beginnen in Dänisch Nienhof wo wir auch parken (z.B. Strandstraße). Nach einem kurzen Weg durch den Ort oder einem Wald, gelangt man auch schon an das Restaurant ……..(dazu nachher noch mehr), hier stellte sich nun die Frage, zuerst oben lang und am Strand zurück, oder anders herum? Wir entschieden uns für die Variante, erst oben dann unten.

Also Abmarsch auf dem bewaldeten Steilküstenweg Richtung Stohl, auf dem die Küste bis zu 30 Meter tief abfällt. Dieser Teil der Strecke gehört auch zu dem Fernwanderweg E1/E6.

Man sollte sich allerdings nur sehr vorsichtig (wenn überhaupt) den Abbruchkannten nähern, denn des Öfteren gibt es Erdrutsche und Abbrüche, was wir auch auf dem unteren Weg entlang am Strand noch zu sehen bekamen.

Solch ein Erdrutsch war auch der Grund, weshalb wir weiterliefen als geplant, denn der erste Weg, an dem wir nach unten an den Strand gelangt wären, war gesperrt wegen eines Erdrutsches, oder viel mehr – er war teilweise nicht mehr existent.

Also ging es weiter über Felder, incl. herrlichem Blick in die Eckernförder Bucht oder bis nach Damp. Bei strahlendem Sonnenschein war auf dem Wasser mächtig viel los.

Immer wieder blieben wir stehen, genossen die zauberhafte Kulisse, machten Fotos und atmeten tief in unsere Seelen.

Bei Stohl, kurz vor der Marine Funk Anlage, führte uns dann eine große Holztreppe hinunter an den Naturstrand. Hier wechselt das Bild, das man vor Augen hat auf wild, schroff, bizarr auf zerklüftet – einfach herrlich.

Es ist allerdings ratsam, den Blick mal von der Ostsee oder dem steinigen Strand, zu erheben, auf das was die Natur an der Steilküste geformt hat. Jedes Jahr weicht sie hier einen halben Meter nach hinten.

Ein wunderschönes abwechslungsreiches Naturschauspiel von schief im Wind wachsenden Büschen, abgebrochenen oder ausgerissene Bäumen, abgeschliffenen Felsen und bunten Steinen, bis zu FKKler die sich im Schutze dieser sonnen.

Auf der Höhe des Campingplatzes von Dänisch – Nienhof schauten wir eine ganze Weile den waghalsigen Sprüngen der Kitesurfer zu, bevor wir uns auf der gemütlichen Terrasse des Restaurants „StrandHaus Schwedeneck“ niederließen. Allerdings mussten wir noch bevor unser Kaffee kam, ins Innere flüchten, da eine Regenfront aufzog.

Dies tat der Gemütlichkeit aber keinen Abbruch, und wir genossen in vollen Zügen die schöne Atmosphäre, den netten Service, den leckeren Kuchen und den Ausblick auf ein bezauberndes Fleckchen raue Ostsee.

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